Sarah-Maria Fendt: VIB-Katholieke Universiteit Leuven, Belgien
Projekt 2021
Stoffwechsel-Unterschiede in Brusttumoren weisen auf Metastasen-Risiko hin
Metastasen sind die Hauptursache für schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle bei Krebserkrankungen. Etwa 30 % der Brustkrebspatientinnen entwickeln Metastasen – aber man kann nicht vorhersagen, wer davon betroffen sein wird. Das erschwert gezielte Nachsorge und vorbeugende Maßnahmen.
Vorausgehende Studien haben gezeigt, dass sich innerhalb eines Brustkrebs-Tumors verschiedene Stoffwechselmuster erkennen lassen. Diese Unterschiede scheinen für die Bildung späterer Metastasen verantwortlich zu sein. In dem hier vorgestellten Projekt sollen nun die verschiedenen Stoffwechsel-Eigenschaften innerhalb der Brusttumoren umfassend identifiziert werden. Dabei sollen neue Technologien, die die Stoffwechselprodukte direkt im Tumorgewebe sichtbar machen („räumliche Metabolomik“) genutzt und diese mit Einzelzell-Analysen kombiniert werden.
Das Ziel ist es, herausfinden, ob der Stoffwechsel eines Tumors bessere Hinweise auf das Metastase-Risiko liefert als die ausschließliche Untersuchung der Genaktivität. Das Projekt soll den Weg zu einer verlässlichen Vorhersage des Metastase-Risikos ebnen – und damit langfristig zu einer individuelleren und besseren Betreuung von Brustkrebspatientinnen führen.

