Patricia Altea-Manzano, cabimer, Sevilla, Spanien
Projekt 2021
Welche epigenetischen Faktoren können die Ausbreitung von Brustkrebsmetastasen beeinflussen?
Die Ausbreitung von Brustkrebs in andere Organe ist die häufigste Ursache für schwere Erkrankungen und Todesfällen bei betroffenen Frauen. Trotz moderner Therapien ist bislang nur unzureichend verstanden, warum sich Krebszellen in bestimmten Organen wie Lunge, Leber, Knochen oder Gehirn ansiedeln können.
In vorausgehenden Studien konnte Patricia Altea-Manzano zeigen, dass bei Brustkrebszellen eine besondere Form der Genaktivierung die Bereitschaft zur Metastasierung gezielt fördert. Es handelt sich dabei um eine epigenetische Genregulation, also ein Steuerungsmechanismus, der z.B. durch Umwelt- und Lebensstilfaktoren beeinflusst werden kann. Daraus ergibt sich die Hypothese, dass eine veränderte Regulation der Genaktivität eine zentrale Rolle bei der Metastasierung spielen kann.
Das Forschungsprojekt sieht vor, nach solchen Steuermechanismen mit modernen Untersuchungsmethoden systematisch zu suchen. Lunge-, Leber,- Knochen- und Gehirnmetastasen sollen genetisch analysiert werden, um epigenetische Regulatoren zu identifizieren, die die Metastasierung beeinflussen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Frage, welche Lebensstilfaktoren in diesem Zusammenhang einen wichtigen Beitrag leisten: Es soll untersucht werden, ob eine fettreiche Ernährung oder Alkoholkonsum diese Prozesse beeinflussen und damit das Risiko oder die Art der Metastasierung verändern können .
Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die Entstehung von Metastasen besser vorherzusagen und langfristig neue Ansatzpunkte für Prävention und Therapie von Brustkrebs zu entwickeln.

