Manuel Valiente, Centro Nacional de Investigaciones Oncológicas, Madrid, Spanien

Projekt 2017

Die Bedeutung der Hirngefäße bei der Entstehung von Gehirnmetastasen 

Hirnmetastasen stellen weiterhin ein großes, bislang unzureichend behandeltes medizinisches Problem dar. Im Zentrum des hier vorgestellten Projekts soll ein neuer therapeutischer Ansatz sein, bei dem es um Hirngefäße geht, die durch Tumorzellen verändert werden. Frühere Arbeiten haben gezeigt, dass die enge Wechselwirkung zwischen Krebszellen und Hirngefäßen entscheidend für die Entstehung und das Wachstum von Hirnmetastasen ist. 

Aufbauend auf diesen Erkenntnissen soll untersucht werden, welche molekularen Veränderungen in Endothelzellen – den Zellen, die die Blutgefäße auskleiden – durch Hirnmetastasen ausgelöst werden. Dabei sollen einerseits frühe Phasen der Besiedlung durch Tumorzellen (wenn bereits vorhandene Hirngefäße genutzt werden), aber andererseits auch fortgeschrittene Stadien (wenn es zur Neubildung von Blutgefäßen kommt) untersucht werden.

Ziel ist eine umfassende molekulare Charakterisierung dieser veränderten Gefäßzustände im Vergleich zu gesunden Hirngefäßen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen neue therapeutische Möglichkeiten aufzeigen, die Durchlässigkeit der Blutgefäße für Medikamente besser verständlich machen und zur Entwicklung innovativer Biomarker beitragen.