Lisa Sevenich, Universitätsklinikum Tübingen, Deutschland
Projekt 2019
Immuntherapie bei Hirnmetastasen besser verstehen
Immuntherapien haben die Krebsbehandlung stark verbessert, wirken jedoch nicht bei allen Patientinnen und Patienten gleich gut. Besonders Hirnmetastasen sind schwer zu behandeln, da das Gehirn durch natürliche Schutzmechanismen vor starken Entzündungen geschützt wird. Diese Schutzfunktion kann jedoch auch die Krebsabwehr des Immunsystems bremsen.
Unsere Forschung zeigt, dass im Gehirn zwar Immunzellen in die Metastasen einwandern, dort aber gezielt gehemmt werden. Vor allem bestimmte Zellen des angeborenen Gehirn-Immunsystems unterdrücken die Aktivität jener Immunzellen, die die Tumorzellen eigentlich zerstören könnten.
Es geht in diesem Projekt also darum, zunächst vorübergehend jene Aktionen auszuschalten, die das Gehirn normalerweise schützen. Aber gleichzeitig sollen die krebsbekämpfenden Immunzellen gestärkt werden. Dazu soll das Zusammenspiel verschiedener Immunzellen bei Hirnmetastasen untersucht und neue kombinierte Therapieansätze in präklinischen Modellen getestet werden.

