Ioanna Keklikoglou: Universität Kreta, Heraklion, Griechenland
Projekt 2023
Der Einfluss von Chemotherapie auf Immun- und Tumorzellen in metastatischen Nischen
Bei dreifach-negativem Brustkrebs wird Chemotherapie als Standardtherapie eingesetzt. Dennoch sprechen etwa 25 % der Patientinnen mit fortgeschrittener Erkrankung nicht ausreichend darauf an oder entwickeln später Rückfälle – was das Risiko für Metastasen deutlich erhöht. Deshalb werden dringend bessere Therapieansätze benötigt.
Neue Erkenntnisse zeigen, dass nicht nur Abwehrmechanismen der Primärtumoren Einfluss darauf haben, wie gut eine Therapie wirkt und ob Metastasen entstehen, sondern auch Veränderungen im Tumorumfeld und in entfernten Geweben. Unsere bisherigen Studien belegen, dass Tumore unter Chemotherapie-Behandlung Signale in Form von kleinen Vesikeln (Bläschen) aussenden, die das Umfeld zukünftiger Metastasen beeinflussen und so die Wirksamkeit der Behandlung mindern.
In diesem Projekt soll aufgeklärt werden, wie Chemotherapie das Immunsystem in metastatischen Nischen verändert und welche Immunzell-Untergruppen die Entstehung von therapiebedingten Metastasen fördern oder verhindern. Mithilfe von Einzelzell-Analysen, Computer- und Tiermodellen sowie Experimenten im Labor sollen besonders solche Immunzellen identifiziert werden, die sich therapeutisch ansprechen lassen. Langfristig soll dies zu verbesserten Behandlungsmöglichkeiten für Patientinnen mit metastatiertem dreifach negativem Brustkrebs führen.

