Ilaria Elia: Katholische Universität Löwen, Belgien

Projekt 2023

Können Stoffwechselvorgänge zur Erschöpfung von Immunzellen in metastasierten Melanomen führen? 

Die Überlebensrate bei metastasiertem Melanom beträgt weniger als 10%. Als Standard-Behandlungsmethode wird Immuntherapie eingesetzt. Aber nicht alle Menschen sprechen darauf an und manche Patienten*innen reagieren bei Primärtumoren anders als bei Metastasen. Dies führt zu der Vermutung, dass es in den Metastasen Mechanismen gibt, die spezielle Immunzellen, (T-Zellen) so sehr beeinträchtigen, dass sie ihre Krebs-verhindernde Wirkung verlieren. Wahrscheinlich sind an dieser Schwächung Stoffwechselvorgänge beteiligt.

Unsere ersten Untersuchungen zeigen: In der Lunge, einem häufigen Ort für Metastasen, herrschen besondere Nährstoffbedingungen. Diese verändern den Stoffwechsel der T-Zellen und können zur Erschöpfung führen – aber gezielte Stoffwechseländerungen können diesen Zustand teilweise rückgängig machen. 

Ziel des vorliegenden Projekts ist es, eine Kartierung durchzuführen, die aufzeigen soll, welche Stoffwechselbedingungen in verschiedenen Bereichen von Melanom-Metastasen herrschen und wie sie die T-Zellen beeinflussen. Dafür werden moderne Bildgebungsverfahren, die Stoffwechselprozesse räumlich sichtbar machen, benützt. Als nächstes soll die „Fitness“ der T-Zellen wieder verbessert und anschließend die Ergebnisse in Mausmodellen validiert werden. Oberstes Ziel ist es, die Immuntherapie bei metastasierendem Krebs wirksamer zu machen.