Colinda Scheele: Katholische Universität Löwen, Belgien

Projekt 2023

Phasen-angepasste Chemotherapie zur Verbesserung der Behandlung bei metastasiertem Brustkrebs

Bei Brustkrebs spricht nicht jede Patientin gleich gut auf eine Chemotherapie an – selbst dann nicht, wenn es sich um Tumoren des gleichen Typs handelt. Frühere Untersuchungen zeigten, dass bei primärem Brustkrebs der Zeitpunkt der Chemotherapie-Behandlung eine Rolle spielt: Wird die erste Chemotherapie in der ersten Phase des Mentruationszyklus, der Follikelphase, gegeben, ist die Wirksamkeit höher.

Dieses Konzept soll nun auch bei metastasiertem Brustkrebs geprüft werden. Dies könnte für Frauen, die vor der Menopause an metastasiertem Brustkrebs erkranken und deren Therapie-Optionen begrenzt sind, von großer Bedeutung sein.

Das Ziel des Projekts ist es daher, zu untersuchen, ob die zeitlich begrenzte Durchführung der Chemotherapie auch bei metastasiertem Brustkrebs die Chemotherapie-Wirksamkeit verbessern kann. Erste Daten könnten den Weg für größere Studien ebnen und langfristig auch für andere Krebsarten neue Behandlungsmöglichkeiten eröffnen.