Berta Sanchez-Laorden, Instituto de Neurociencias CSIC-UMH, San Juan de Alicante, Spanien

Projekt 2019

Zusammenspiel von Gehirnzellen und Immunabwehr bei der Entstehung von Hirnmetasen

Hirnmetastasen haben bei Melanom (schwarzer Hautkrebs) meist eine schlechte Prognose. Es wird vermutet, dass das Gehirn selbst das Wachstum der Metastasen beeinflusst und dass dabei besondere Gehirnzellen, die Oligodendrozyten, eine Rolle spielen. Diese Zellen sind dafür verantwortlich, Nervenfasern mit einer schützenden Isolierschicht (Myelin) zu umhüllen, die für eine schnelle und zuverlässige Weiterleitung von Nervenimpulsen notwendig ist. 

In dem vorliegenden Projekt soll untersucht werden, wie Oligodendrozyten mit Tumorzellen interagieren, ob sie z.B. das Wachstum von Melanom-Hirnmetastasen fördern oder hemmen und ob sie z.B. Entzündungsreaktionen auslösen können. Das Ziel ist es, neue Einblicke in die Rolle dieser Zellen im Tumorumfeld des Gehirns zu gewinnen. 

Langfristig könnte dieses Wissen dazu beitragen, neue Therapieansätze zu entwickeln und Immuntherapien bei Hirnmetastasen gezielter einzusetzen.