Anna Luisa Correia: Champalimaud Foundation Lissabon, Portugal
Projekt 2021
Zusammenspiel von Neuronen und Immunzellen bei der Entstehung von Brustkrebsmetastasen.
Eine große Herausforderung in der Krebsbehandlung bleibt die Tatsache, dass nicht vorhersehbar ist, wann und wie Metastasen entstehen. Tumorzellen, die sich in entfernte Organe ausgebreitet haben, bleiben oft Jahre oder Jahrzehnte in einem Ruhezustand. Welche Ursachen dafür verantwortlich sind, dass die Krebszellen reaktiviert werden und Metastasen bilden, ist unbekannt.
Ana Maria Correia konnte an Hand von vorausgehenden Forschungsergebnissen zeigen, dass besondere Immunzellen, die sogenannten natürlichen Killerzellen (=NK-Zellen) eine große Rolle bei der Metastasierung spielen. Die Vermutung ist: Nur dann, wenn eine bestimmte Anzahl von NK-Zellen in den entfernten Geweben vorhanden ist, können die schlafenden Tumorzellen langfristig kontrolliert werden. Es ist jedoch unklar, welche Faktoren die Dynamik von NK-Zellen im Gewebe regulieren. Es wird angenommen, dass unter anderem das Nervensystem dabei eine wichtige Rolle spielt, indem es die Verteilung und die Aktivität der NK-Zellen steuert.
Im vorliegenden Projekt soll die Beziehung zwischen Neuronen und NK-Zellen in Brustkrebs-Metastasen systematisch untersucht werden. Dabei soll besonders die räumliche Verteilung der verschiedenen Zellen aber auch die molekularen Wirkstoffe, die bei diesem Zusammenspiel beteiligt sind, beachtet werden
Dies könnte neue Ansatzpunkte aufzeigen, wie Metastasen frühzeitig erkannt werden können.

