Mirco Friedrich, DKFZ Heidelberg

Projekt 2025

RNA-basierter Schutz für Leberzellen, um Metastasen zu verhindern

Bei vielen Krebsarten entstehen Metastasen bevorzugt in der Leber, da die im Blut zirkulierenden Tumorzellen die sehr günstige Mikroumgebung dieses Organs ausnützen, um sich dort anzusiedeln. Eine mRNA-basierende Strategie soll die Leberzellen in situ umprogrammieren, damit die Mikroumgebung so verändert wird, dass sie resistent gegen metastatische Besiedlung ist –  eine Art „Schutzschild“ soll entstehen. 

Diese zielgerichtete gentherapeutische Massnahme kann die Gefahr von Lebermetastasenbildung vor allem auch in der Zeit nach dem chirurgischen Eingriff abwehren. Bei bestimmten Krebspatienten kann eventuell langfristig sogar auf die risikosenkende Chemotherapie mit all ihren Nebenwirkungen verzichtet werden. Neue translationale Möglichkeiten können sich durch dieses Projekt eröffnen.